ennepetal raccoons – Düsseldorf Senators https://senators.de Baseball und Softball in Düsseldorf Wed, 25 Sep 2024 07:28:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://senators.de/wp-content/uploads/2020/04/cropped-ds-icon-512-32x32.png ennepetal raccoons – Düsseldorf Senators https://senators.de 32 32 VOLLE RADELLE https://senators.de/volle-radelle/ Tue, 24 Sep 2024 13:00:29 +0000 https://senators.de/?p=13255

KEIN TAG WIE JEDER ANDERE

Mehrere Salti, Drehungen und Wendungen mussten die Coaches am letzten Heimspieltag der Softball-Landesliga-Saison hinnehmen, bevor es um 16:13 Uhr an der Südallee „Play Ball“ hieß.

„Ich habe schon so einiges erlebt, aber dass ich die Line-up fünfmal neu schreiben muss, auch noch nicht“, so Head Coach Frank Mohr. 

„Das war sozusagen unser letztes Aufgebot.“

Die Rede war von einem Team, das unter der Woche mehr und mehr durch Krankheit und Verletzungen geplagt wurde, und im wahrsten Sinne des Wortes aus dem letzten Loch pfiff. Der Gegner an diesem Tag waren die Ennepetal Raccoons, die ihrerseits mit der gerade erforderlichen Anzahl von neun Spielerinnen zum Auswärtsspiel in Düsseldorf antraten. Auch den Raccoons waren die Strapazen dieser Saison deutlich anzumerken.

„Wir hatten uns einiges vorgenommen, wollten es besser machen als noch gegen Jülich in der Vorwoche, wo wir nicht mutig genug am Schlag waren und unsere Plays einfach nicht bis zum Ende gespielt haben. All das hat heute viel besser funktioniert.“

Auch wenn die Ladies aus Ennepetal früh und deutlich in Führung gingen, ließen sich die Senators, angeführt von ihrer Starting Pitcherin, nicht abschütteln und blieben jederzeit in Reichweite.

„Was wir heute von Katja gesehen haben, war wirklich erste Klasse. Sie hat das Team durch dieses Spiel getragen und sowohl in der Defense als auch in der Offense Verantwortung übernommen.“

Vier scoreless Innings bei 6 1/3 gepitchten Innings sprechen für ihre Stärke an diesem Tag. Der erste ihr tatsächlich zugeschriebene Run wurde dann auch erst im siebten Inning erzielt, als die Kräfte schwanden und sie nach zwei Walks den Ball an die Relief Pitcherin übergab.

Katja, zweifellos Spielerin des Tages, war es dann auch, die das letzte Out einer durchaus spannenden Begegnung einleitete. Nach ihrem Einsatz im Circle an die 3B gewechselt, beendete sie mit einem Play zur 1B ein kampfbetontes Softball-Spiel, dass die Ladies aus Düsseldorf mit 19:13 für sich entscheiden konnten.

„Das ganze Team hat große Moral bewiesen, alles hineingeworfen, und trotz der heißen spätsommerlichen Temperaturen zu jeder Zeit einen kühlen Kopf bewahrt. Das war sehr beeindruckend.“ 

Auf die Frage wie er sein Team nicht nur physisch, sondern auch mental einzustellen versteht, gibt uns Frank Mohr folgende Antwort:

„Das ist eigentlich ziemlich simple. Wann immer ich Druck oder Angst verspüre, mag ich das nicht, und für mich sollte Softball damit auch nichts zu tun haben. Wovor sollten sich die Mädels also fürchten? Fehler zu machen? Die gehören zum Spiel dazu. Softball sollte eine fröhliche, entspannte Sportart sein, die wir mit Menschen teilen, die wir mögen, in einer Umgebung, in der wir uns sicher und geborgen fühlen. Egal, was passiert. So gehen wir in jedes Training, in jedes Spiel und durch jede noch so schwierige Situation.“

Am 29.09.24 geht es für die Ladies nach Neunkirchen, wo man mit dem Spiel gegen die Nightmares die Saison – gerne mit einem weiteren Sieg – beenden möchte.

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AUS { } MACH DREI https://senators.de/aus-mach-drei/ Wed, 26 Jun 2024 11:00:10 +0000 https://senators.de/?p=12805

Nach der durchaus überzeugenden Vorstellung in der Vorwoche gegen die Jülich Duchess hieß es für die Ladies der Senators das Momentum mit in den Ennepe-Ruhr-Kreis zu nehmen. Hier wartete am vergangenen Samstag das neu formierte Team der Ennepetal Raccoons auf die Düsseldorferinnen.

Für die Raccoons galt es ihre nahezu makellose Bilanz von vier Siegen bei nur einer Niederlage zu verteidigen, und gegen die Düsseldorf Senators bestenfalls auszubauen. Dies wollte das Team um das Coaches-Trio Simon, Patrick und Frank, selbstverständlich verhindern.

Dass dies keine einfache Aufgabe werden würde, wurde unter der Woche schnell klar: auf die beiden Pitcher, die in Jülich überzeugt hatten, musste verzichtet werden; die Pitcher, die für dieses Spiel eingeplant waren, waren nicht zu 100 Prozent fit.

Das Motto lautete also wieder einmal: aus wenig bis nichts sehr viel machen.

„Wie das geht, gibt die Mathematik uns vor“, so der Head Coach, „man kann aus der leeren Menge alles basteln.” Dann fügt er lächelnd hinzu: „Zumindest in der Theorie.“

Und in der Praxis ging es dann schlussendlich auch. An den verbleibenden Trainingstagen vor dem Spiel wurde fleißig gearbeitet, um die Pitcher, die erst in der zweiten Hälfte der Saison ihre ersten Einsätze bekommen sollten, auf ein mögliches Spielszenario vorzubereiten.

„Die Mechaniken sind gut und die Mädels haben Kontrolle über ihre Pitches. Im Training sah es sehr gut aus, weshalb es also nicht einfach versuchen.“

Während des Warm-Up, kurz vor dem Spiel, sah es dann allerdings gar nicht schlecht aus, und die Senators konnten mit der geplanten Starterin ins Spiel gehen.

„Wir hatten uns darauf geeinigt, dass die beiden Pitcher so viele Innings wie möglich fressen und auf die Zähne beißen, mir aber rechtzeitig signalisieren sollen, wenn es nicht mehr geht. Ich schenke lieber ein Spiel her, als das sich jemand ernsthaft verletzt.”

Eine gute Entscheidung, wie sich im Spielverlauf herausstellen sollte.

Wie auch in vergangenen Spielen setzten die Senators Ladies die ersten Akzente und erspielten sich in den ersten drei Innings einen mehr als komfortablen Vorsprung von 8 Runs.

Kurze Zeit sah es sogar so aus, als würden die Senators ohne eine Relief Pitcherin auskommen, doch die Raccoons kämpften sich zurück ins Spiel, welches dann am Ende doch über die volle Distanz von sieben Innings ging. Im letzten Inning war es dann für den Rookie auf dieser Position doch so weit.

Aber was sollte bei einem Vorsprung von 12 Runs noch schief gehen?

„Alles”, erklärte uns Frank Mohr. „Wir haben wirklich schon vieles erlebt. Daher waren wir gewarnt. Das Team hat aber wie eine Mauer hinter Nina gestanden und ihr geholfen, die nötigen 3 AUS zu machen.”

„Ich wusste, dass selbst, wenn es schief gehen sollte, das Team voll hinter mir steht”, so Nina kurz nach Spielende. „Das hat mir das Pitchen mit jedem Wurf leichter gemacht.”

Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Ladies auf dieser Position weiterentwickelt haben. Mittlerweile können die Coaches aus dem Vollen schöpfen, und sind dadurch auch für die Gegner weniger berechenbar.

Nicht vergessen wollen wir die Offensive und die vielen Neulinge, die allesamt mit Base Hits aufhorchen ließen, und eine große Bereicherung für dieses Team darstellen.

„Als Fazit bleibt, dass man aus der leeren Menge tatsächlich alles basteln kann. Während der Woche sah es so aus, als stünde uns gar keine Pitcherin zur Verfügung, und dann wurden es doch drei. Mit diesem Team ist halt nahezu alles möglich“; schließt Frank Mohr, sichtlich zufrieden, den Spieltag ab. Diesen konnten die Senators mit 20:11 für sich entscheiden.

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