Senators bleiben an Spitzenreiter Krefeld dran
Mit einem Doppelsieg gegen die Cologne Cardinals haben die Düsseldorf Senators am Sonntag ihre ohnehin starke Saisonbilanz weiter ausgebaut – auch wenn der Weg dorthin an diesem Tag holpriger war als gewohnt. Ganze 13 Absagen zwangen Head Coach Frank Mohr, seine Aufstellung sowohl in der Offense als auch in der Defense kurzfristig komplett neu zu ordnen. Gleich fünf Debütantinnen liefen erstmals im Trikot der Senators auf – und sammelten dabei nicht nur ihre ersten Erfahrungen im Spielbetrieb, sondern gleichzeitig auch noch an Positionen, auf denen sie zuvor kaum oder gar nicht gespielt hatten.
Dass all das nicht spurlos bleiben würde, war früh zu spüren. Im ersten Inning von Spiel 1 war den Spielerinnen die Nervosität deutlich anzumerken: Sonst sichere Bälle landeten nicht im Handschuh, Absprachen zwischen den Positionen gerieten ins Stocken, und die Routine, die sich normalerweise aus dem eingespielten Zusammenspiel der Stammbesetzung ergibt, fehlte spürbar. Solche Abläufe fallen eben ungleich schwerer, wenn die gewohnten Partnerinnen auf dem Feld nicht da sind, wo man sie erwartet. Doch die Senators fingen sich schnell. Bereits im zweiten Inning stand die Defense merklich sicherer, die Fehler wurden weniger, und mit jedem Out wuchs sichtlich das Vertrauen im Feld.
Bis zum letzten Aus blieb die Partie dabei spannend und keineswegs entschieden. Die Cologne Cardinals erwiesen sich als hartnäckiger Gegner, der den Düsseldorferinnen über weite Strecken ebenbürtig war und immer wieder für gefährliche Situationen sorgte. Erst mit zunehmender Spieldauer setzte sich die Erfahrung der Senators durch – auch offensiv fanden sie zusehends die richtigen Antworten und konnten das erste Spiel mit 14:8 für sich entscheiden. Maßgeblichen Anteil daran hatte eine unserer jungen U16 Spielerinnen, die mit starken 4 RBI und gleich zwei Inside-the-Park-Homeruns die entscheidenden Akzente setzte und das Spiel spätestens damit endgültig zugunsten der Senators drehte.
Im zweiten Spiel des Tages ließen die Senators dann von Beginn an keine Zweifel mehr aufkommen. Die Verunsicherung aus dem ersten Spiel war wie weggeblasen, stattdessen zeigte sich ein Team, das seine Ressourcen gezielt einzusetzen wusste: Die Pitcherinnen spielten ihre jeweiligen Stärken passgenau gegen die Cardinals Batting Order aus, während die Defense hinter ihnen sicher und konzentriert stand. Am Ende stand ein deutlicher 25:5-Erfolg zu Buche. „Ein Ergebnis, das in dieser Höhe nicht das eigentliche Bild des Tages widerspiegelt“, ordnet Mohr das hohe Ergebnis ein. Wichtiger als der Spielstand war ihm ohnehin etwas anderes: dass an diesem Sonntag ausnahmslos alle Verantwortung übernahmen – auch jene Spielerinnen, die sonst nicht so im Fokus stehen, sondern im Hintergrund die Rollen ausfüllen, die ein Team erst zusammenhalten. „Wir könnten nicht stolzer auf das Team sein“, fasst der Coach den Tag zusammen.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Senators dabei nicht. Schon am kommenden Samstag, den 18. Juli, steht das bislang wichtigste Spiel der Saison an: Zuhause empfangen die Senators den Tabellenführer aus Krefeld. Es geht um nicht weniger als die Tabellenführung in der Landesliga – ein echtes Spitzenspiel, das beste Voraussetzungen für ein spannendes Duell bietet.









