Regen, gute Stimmung und Spannung bis zum letzten Aus
Weil der Regen in Krefeld kein normales Warm-up zuließ, bewiesen die Senators Damen Einfallsreichtum und verlegten das Aufwärmen kurzerhand ins Dugout. Der Vorbereitung und vor allem der guten Stimmung tat das keinen Abbruch.
Die beiden Spiele beim vorzeitigen Ligameister, den Krefeld Crows, waren mit Abstand das Beste, was die Senators in dieser Saison aufs Feld gebracht haben. Vor allem in Spiel 1 zeigte das Team eine nahezu perfekte Leistung und trat in Defense wie Offense als geschlossene Einheit auf.
War zu Beginn gerade bei den jüngeren Spielrinnen noch etwas Nervosität zu spüren, wurden sie von Play zu Play sicherer und hatten großen Anteil daran, dass die verdiente Führung bis ins letzte Inning Bestand hatte.
Die Schlüsselpositionen Shortstop und Third Base sowie das Right Field waren ganz bewusst mit erst 14-jährigen Nachwuchsspielerinnen besetzt, auch mit Blick auf die bevorstehende U16-Deutsche Meisterschaft in Karlsruhe, bei der fünf Senators-Spielerinnen gemeinsam mit den Cologne Cardinals antreten. Der Blick geht dabei aber schon über Karlsruhe hinaus: Die Vorfreude auf die nächste Spielzeit ist bereits groß.
Das erste Spiel entwickelte sich bis zum vierten Inning zu einem Duell der Pitcherinnen. Die Crows führten mit 1:0, als die Senators das Inning mit einem Triple eröffneten und anschließend drei Runs scorten. Im letzten Inning lagen sie sogar mit 5:1 vorne.
„Unsere Entscheidungen am Schlag und das aggressive Baserunning waren gut, aber was wir in der Defense abgeliefert haben, war absolut fantastisch. Wir haben bis zum Schluss die Nerven behalten und den Sieg mehr als verdient“, so Head Coach Mohr.
Die Crows verkürzten auf 5:3 und hatten mit Läuferinnen auf der ersten und dritten Base den Ausgleich auf den Bases. Da gab der Head Coach das Signal zum Intentional Walk.
„Eine Entscheidung, die wir nur so treffen konnten. Nicht nur, dass wir dadurch an jeder Base ein Force Play hatten, wir haben damit auch der bis dahin gefährlichsten Schlägerin den Schläger aus der Hand genommen. Wie sich herausstellen sollte, war es die richtige Entscheidung.“
Ein besseres Drehbuch hätte man nicht schreiben können: Die Crows kamen noch auf 5:4 heran, ehe die Senators das Spiel mit einem gefangenen Line Drive durch die Shortstop und einem 5-3-Play beendeten.
„Heute hatten wir das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite, und die Mädels waren absolut fantastisch. Das beste Spiel der Saison.“
Entsprechend groß war die Freude nach dem letzten Aus: Alle fielen sich in die Arme, als hätten sie selbst die Liga gewonnen.
Auch im zweiten Spiel blieben die Coaches ihrer Linie treu: Förderung statt Sicherheit. Beim 3:16 konnten sich die Senators diesmal zwar nicht belohnen, doch auch hier zeigten die Mädels, was in ihnen steckt. Viele gute Plays und Schläge brachten mehr und mehr Sicherheit ins Spiel, von Nervosität war nichts mehr zu spüren. Denn Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnt man nun mal nur auf eine Weise: indem man spielt.










