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2025-08-30_SB_DUS_JÜL-1

HOCHSPANNUNG BIS ZUM LETZTEN AUS

Die Senators-Damen haben am Sonntag gezeigt, was es heißt zu kämpfen – und zwar bis zum alles entscheidenden Aus.

Nach den Niederlagen am vergangenen Wochenende gegen die Aachen Greyhounds wollten die Coaches nichts von Wiedergutmachung hören. Stattdessen wurde das Spiel in Ruhe analysiert und unter der Woche gezielt am eigenen Spiel gearbeitet.

„Unser Gegner war uns nach unserer sechswöchigen Pause eben dieses eine Spiel voraus. Nichts, was uns Kopfzerbrechen bereitet hat“, so Frank Mohr.

Denn mit Jülich stand bereits der nächste Gegner vor der Tür. Tabellenplätze und Resultate haben in dieser Liga wenig Aussagekraft: Jedes Team muss ernst genommen werden – und genau mit dieser Einstellung ging das Team in den Spieltag.

Es entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, ein Spiel mit offenem Visier, an dem die zahlreichen Zuschauer sichtlich ihre Freude hatten.

Freude, die die Coaches sicher nur bedingt teilen konnten, denn es ging ziemlich wild zu. Die Senators mussten wie schon in der Vorwoche einem frühen Rückstand hinterherlaufen, und alles sah nach einer Wiederholung des Spieltages gegen Aachen aus.

Aber: „Die Mädels haben sich fantastisch zurückgekämpft und nach einem 7:2-Rückstand zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Wir hatten sogar im letzten Inning, bei zwei Aus, den Winning Run auf First Base. Das war Softball vom Allerfeinsten. Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat? So what. Das ist das Spiel.“

Im zweiten Spiel legte das Team dann furios los und legte früh den Grundstein für entspanntere Gesichter bei den Coaches. Eng wurde es dann aber noch einmal: Im vierten Inning mussten die Coaches bei Bases Loaded und keinem Aus die bis dahin gut aufgelegte Starterin aus dem Spiel nehmen.

Jülich kam danach nur noch zu einem weiteren Run. „Was unsere Relief-Pitcherin da geleistet hat, kann man, glaube ich, nur verstehen, wenn man diese Situation selbst erlebt hat. Das war ganz große Klasse und hat uns letztendlich den Sieg gesichert.“

Jülich kämpfte sich wie zuvor die Senators zurück ins Spiel und hatte seinerseits die Chance zum Ausgleich, doch diesmal blieb das bessere Ende auf Seiten der Düsseldorferinnen.

Belohnt wurden alle, die dabei waren, mit zwei äußerst spannenden Spielen, die jeweils mit nur einem einzigen Run Unterschied entschieden wurden. Enger geht es kaum. Beide Teams schenkten sich bis zum letzten Out nichts – und genau solche Spiele zeigen, was diesen fantastischen Sport ausmacht.

Am 06. September heißt es zum letzten Mal auf der Südallee „Play Ball“, bevor es zu den letzten beiden Auswärtsspielen nach Jülich und Krefeld geht.

„Wieder gegen Aachen, und ja, wir sind vorbereitet.“